PortiQ – Architektur & Sicherheit
Technische Übersicht für
IT-Architekten & Sicherheitsverantwortliche
Digitale Souveränität ist kein Schlagwort, sondern eine
Voraussetzung für Organisationen mit hoher Verantwortung.
Diese Seite richtet sich an:
DevOps / Plattform-Teams
IT-Architekten
Security & Compliance
Technische Projektverantwortliche
Grundidee
der PortiQ-Architektur
PortiQ ist eine modulare Plattform für digitale Entscheidungs- und Freigabeprozesse.
Der Fokus liegt nicht auf BPMN-Modellierung oder Datenmigration, sondern auf:
Entscheidungslogik
Nachvollziehbarkeit
Governance
revisionssicherer Dokumentation
Wichtig: Workflows werden top-down aus der Entscheidung heraus modelliert – nicht bottom-up aus Datenmodellen.
Deployment-Varianten
PortiQ wird mit identischer Architektur in verschiedenen Betriebsmodellen angeboten.
| Komponente | On-Premise | Managed Cloud | SaaS |
|---|---|---|---|
| Infrastruktur | Voll unter eigener Kontrolle | Kundenspezifisch betreut | Standardisiert |
| Updates | Verantwortlich intern | Durch Provider mit SLA-Support | Automatisiert |
| Netzwerk | Interner Zugang | VPN/DMZ möglich | Öffentliche Endpoints |
| Sicherheit | IAM/AD/LDAP direkt angebunden | IAM + Provider | Standard IAM |
PortiQ Start / Extended (SaaS)
Typische Einsatzszenarien:
- Schneller Einstieg
- Standardisierte Betriebsprozesse
- Geringere Einstiegshürden
Merkmale:
- Betrieb in gesicherter Cloud-Umgebung
- Mandantenfähig
- Standardisierte Update- & Wartungsprozesse
- Gleiche funktionale Möglichkeiten wie On-Prem
PortiQ Local (On-Premise)
Typische Einsatzszenarien:
- Hoher Schutzbedarf
- Regulatorische Einschränkungen
- Volle Datenhoheit erforderlich
Merkmale:
- Betrieb im eigenen Rechenzentrum
- Betrieb auf VM- oder Container-Infrastruktur
- Netzwerkzugriffe vollständig unter Kundenkontrolle
- Integration in bestehende IAM- und Security-Infrastruktur
Logische Systemarchitektur
PortiQ ist in klar getrennte Schichten aufgebaut.
Frontend / UI Layer
- Browser-basiert (keine Client-Installation)
- Rollenbasierte Benutzeroberfläche
- Konfiguration von Workflows & Templates direkt im UI
- Bedienbar durch Fachbereiche innerhalb definierter Governance
Workflow- & Entscheidungs-Engine
- Regelbasierte Entscheidungslogik
- Zustände, Eskalationen, Versionierung
- Frei konfigurierbar (kein BPMN-Zwang)
- Mehrstufige Freigaben
- Abbildung paralleler und sequentieller Entscheidungen
Governance- & Regelwerk-Layer
- Definition von Verantwortlichkeiten
- Rollen & Berechtigungen
- Freigabe- und Eskalationsregeln
- Trennung zwischen Konfiguration und Ausführung
- Änderungsnachvollziehbarkeit
Signatur- & Freigabe-Layer
- Abstraktionsschicht für Signaturen
- Unterstützung einfacher, fortgeschrittener und qualifizierter Signaturen
- Integration externer Fernsignatur-Dienste
- Optionaler Einsatz lokaler QSCD / HSM-Infrastrukturen
- Signaturart abhängig vom jeweiligen Use Case
Audit- & Dokumentations-Layer
- Lückenlose Protokollierung aller Entscheidungen
- Wer / wann / was / warum
- Unveränderbare Entscheidungs-Logs
- Grundlage für Revision & Audit
- Trennung von fachlicher Entscheidung und technischer Ausführung
Integrations-Layer
- REST-APIs
- Webhooks
- Dateibasierte Integration
- Schrittweise Anbindung externer Systeme möglich
- Keine vollständige Migration erforderlich
Persistence & Storage
Speicherung von:
- Dokumenten
- Metadaten
- Entscheidungsprotokollen
- Trennung zwischen fachlichen Daten und Audit-Informationen
- Verschlüsselung auf Storage-Ebene möglich (abhängig vom Betrieb)
Authentifizierung & Identity
Typische angebundene Systeme:
- Active Directory / LDAP
- SAML 2.0
- OAuth2 / OpenID Connect
- Interne Benutzerverwaltung (optional)
Rollenbasiertes Zugriffskonzept (RBAC):
- Trennung von Fachanwendern, Konfiguration, Administration
- Granulare Berechtigungen auf Workflow-, Template- und Entscheidungsebene
Betrieb & Ressourcen
Beispiel für eine mittlere Installation:
- 4–8 vCPU
- 8–16 GB RAM
- Storage abhängig vom Dokumentenvolumen
- Netzwerk: HTTPS (Port 443) + Integrationsendpoints
Skalierung:
- horizontal möglich (abhängig vom Deployment)
- geeignet vom Mittelstand bis zur Großorganisation
KI-Module (optional)
PortiQ funktioniert vollständig ohne KI
- KI-Module dienen ausschließlich der Entscheidungsunterstützung
- Keine automatische Entscheidungsfindung
- Mensch bleibt finale Instanz
- KI-Einsatz ist konfigurierbar und deaktivierbar
Plattformarchitektur
& Betrieb
Integrationen
Typische angebundene Systeme:
- ERP (z. B. SAP)
- DMS / ECM
- Fachverfahren
- Fileshares
- E-Mail-Systeme (SMTP)
- Signatur-Dienste (Fernsignatur, QSCD)
Integration erfolgt:
- synchron oder asynchron
- über APIs oder Events
- schrittweise, ohne Big-Bang-Migration
Sicherheit
Technische Sicherheitsmechanismen umfassen u. a.:
- TLS-gesicherte Kommunikation
- Rollen- und berechtigungsbasierter Zugriff
- Trennung von Fachlogik und Administration
- Nachvollziehbare Konfigurationsänderungen
- Audit-Logs für alle entscheidungsrelevanten Aktionen
- Unterstützung von Storage-Verschlüsselung
Wichtig: Sicherheit ist kein Add-on, sondern integraler Bestandteil der Architektur.
Typische Architekturfragen
Nein. PortiQ arbeitet top-down und integriert bestehende Systeme schrittweise
Ja, innerhalb definierter Governance-Regeln.
Ja. Entscheidungen sind vollständig dokumentiert und nachvollziehbar.
Ja, da Architektur und Logik identisch sind.
TECHNISCHES GESPRÄCH
Architektur & Integration mit einem Experten besprechen
Fokus: bestehende Systemlandschaft, Security-Anforderungen und Betrieb.